Die erste Energie- und CO2-Bilanz der Landeshauptstadt Düsseldorf wurde bereits 1987 erstellt. Seit dem Jahr 2020 wird die Energie- und Treibhausgasbilanz entsprechend der „Bilanzierungs-Systematik Kommunal“ (BISKO) erstellt, sodass die Düsseldorfer Energie- und Treibhausgasbilanz nun vergleichbar mit den Bilanzen anderer Städte und Gemeinden in Deutschland ist.
Bei dieser Methode werden nicht nur die Treibhausgas– Emissionen des Energieverbrauchs, sondern auch der energetischen Vorketten, zum Beispiel aus der Raffinerie von Kraftstoffen, dem Transport von Erdgas oder der Herstellung von Solarmodulen berücksichtigt. Zusätzlich werden neben CO2 auch andere Treibhausgase wie Methan (CH4) oder Lachgas (N2O) erfasst. Die Emissionen werden daher als CO2-Äquivalente (CO2e) angegeben.
Nicht alle Emissionen, die im Stadtgebiet anfallen, sind durch die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger direkt beeinflussbar. So wird gemäß BISKO-Methode anstatt des lokalen Emissionsfaktors für den Stromverbrauch der Wert des Bundesstrommixes angesetzt. Auch werden die Emissionen des Güterverkehrs auf der Schiene, auf Autobahnen und über den Rhein sowie des überregional genutzten Flughafens mitberücksichtigt.
Seit 2020 wird die Treibhausgasbilanz nach der BISKO-Methode berechnet (s. oben). Dies erklärt den verzeichneten Anstieg der Emissionen im Jahr 2020 gegenüber 2018, wo noch mit der alten Methode gerechnet wurde.
Durch die Folgen des Ausbruchs des Ukraine-Kriegs wurde in 2022 zwar in allen Sektoren weniger Energie verbraucht. Da Strom und Fernwärme aber vermehrt anstatt aus Erdgas aus Kohle oder anderen klimaschädlicheren Quellen hergestellt wurde, war, mit Ausnahme der städtischen Einrichtungen, dennoch ein leichter Anstieg der Treibhausgasemissionen zu verzeichnen. Im Sektor Mobilität hingegen waren die Emissionen in 2020 hingegen aufgrund der Corona-Pandemie unterdurchschnittlich niedrig.