
Die Umsetzung der Maßnahme beginnt je nach Verfügbarkeit der notwendigen Haushaltsmittel nach Umsetzung der vorrangig durchzuführenden Maßnahmen des kommunalen Wärmeplans.
Die Wärmewende wird insbesondere von lokalen Handwerksbetrieben umgesetzt. Das Handwerk benötigt robuste Strukturen und qualifizierte Fachkräfte, um diese Aufgabe erfolgreich zu meistern. Ziel ist es, die Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen, Heizungstausch und Ausbau erneuerbarer Energien durch ausreichendes und qualifiziertes Personal sicherzustellen und Anreize für den Berufseinstieg und die Spezialisierung im Bereich energieeffizienter Gebäudetechnik zu schaffen. Dabei gilt es auch, die lokale Wertschöpfung in und um Düsseldorf zu stärken.
Die Maßnahme umfasst zunächst die Erfassung des Status Quo an vorhandenen und künftig benötigten Fachkräften. Auf dieser Basis gilt es, die gezielte Ausweitung von Qualifizierungs- und Weiterbildungsangeboten insbesondere für Fachkräfte im Bereich der Wärmeversorgung, Gebäudetechnik und Installation neuer Heizsysteme sicherzustellen.
Aktuelle und zukünftige Handwerkskapazitäten werden systematisch analysiert, um darauf aufbauend Strategien zur langfristigen Sicherung der Fachkräftebasis zu entwickeln, ergänzt durch Kommunikationskampagnen und Imageinitiativen zur Steigerung der Attraktivität des Handwerks im Bereich erneuerbarer Energien. Zudem erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit Handwerksbetrieben, um Betriebsübergaben praxisnah zu unterstützen, bestehende Strukturen zu stabilisieren und Nachfolgemodelle zu fördern, damit wertvolles Know-how erhalten bleibt.
Die bestehenden Aus- und Fortbildungsangebote, darunter insbesondere die Umweltakademie der Kreishandwerkerschaft und der Studiengang HEAT der Hochschule Düsseldorf, werden weiter systematisch ausgebaut und ergänzt. Damit sollen nicht nur Fachkenntnisse, sondern auch die allgemeine Weiterbildungsbereitschaft im Handwerk gefördert werden, um wärmewendespezifische Kompetenzen gezielt zu stärken.
Ziel ist die Verbesserung von Kommunikation und Planungsprozessen beim Netzausbau. Dazu werden klare Schnittstellen zwischen Handwerksbetrieben und Energieversorgern geschaffen und das Handwerk frühzeitig in Infrastruktur- und Ausbauplanungen eingebunden. Ergänzend werden gemeinsame Standards gefördert, um eine zeit- und kosteneffiziente Projektumsetzung sicherzustellen.
Handwerkskammer
Kreishandwerkerschaft
SHK-Innung & andere Gewerke
Industrie- und Handelskammer
Stadtwerke Düsseldorf und Netzgesellschaft