
Die bisherige Biomasseanlage am zentralen Betriebshof des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes ist durch eine neue, noch effizientere Anlage ersetzt worden. Rund 1,5 Millionen Euro wurden in die neue Anlage investiert und rund 290.000 Euro aus Fördermitteln finanziert. Gegenüber einer konventionellen Erdgasheizung lassen sich bis zu 1.000 Tonnen Kohlendioxid (CO₂) pro Jahr einsparen.
Die neue Anlage wurde vom Hersteller in einem mehrmonatigen Fertigungsprozess gemäß den strengen Vorgaben der Bundesimmissionsschutzverordnung komplett im Werk vorgefertigt und anschließend auf dem Betriebshof aufgebaut. Die Anlage deckt an rund 300 Tagen im Jahr die Beheizung des Betriebsgeländes, einschließlich der Gewächshäuser. Als Brennstoff dienen ausschließlich Gehölz, Grünschnitt und naturbelassene Resthölzer aus dem Stadtgebiet, wodurch zusätzlich etwa 550.000 Euro Brennstoffkosten pro Jahr eingespart werden.


Der Standort Stockumer Höfe 180 ist der Hauptbetriebshof des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes. Seit seiner Errichtung 1960 wurde das Gelände kontinuierlich erweitert und umfasst heute rund 20.500 Quadratmeter mit sechzehn Gebäuden – darunter Verwaltungs-, Sozial- und Technikgebäude sowie Werkstätten, Garagen und Gewächshäuser. Der Betriebshof übernimmt mit seinen Werkstätten und der Gärtnerei zentrale Aufgaben für die Stadtverwaltung.
Die bisherige Biomasseanlage, 2004 installiert und 2011 als "Ökoprofit-zertifizierter Betrieb" ausgezeichnet, war seit 2020 defekt. Da Ersatzteile aufgrund des Alters nicht mehr verfügbar waren, war ein Neubau notwendig.